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Alles zum Thema
Impfungen
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Sie können in unserer Praxis außer der
Gelbfieberimpfung, die weiterhin nur in einigen speziellen Zentren angeboten werden
darf, alle in der untenstehenden Tabelle 2 aufgeführten Impfungen erhalten.
Wir erstellen für eine Fernreise mit EDV-Unterstützung einen Impfplan,
informieren Sie über Malariaprophylaxe und die notwendige Reiseapotheke.
Sprechen Sie uns bitte rechtzeitig an.
Beachten Sie bitte als Patient der GKV,
dass Reiseimpfungen von wenigen Kassen jetzt komplett übernommen werden – von
anderen Kassen zumindest auf dem Erstattungswege.
Beachten Sie bitte die in der letzten Spalte der Tab. 2 aufgeführten Hinweise
zur Kostenerstattung.
Preise f.
Fernreiseimpfungen
Nach den neuesten
Empfehlungen der STIKO ist bei nachgewiesen erfolgter Grundimmunisierung auch
nach verpasstem bzw. überschrittenem Auffrischungstermin nur noch 1
Auffrischung erforderlich und keine erneute Grundimpfung.
Bitte vergessen
Sie zum Eintrag der Impfung und zur Ermittlung des Impfstatus Ihren Impfausweis nicht!!!
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Schwangerschaft für Lebendimpfung (zB. Polio Schluckimpfung/Röteln/Masern/Mumps/Gelbfieber)
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Akute behandlungsbed.
Erkrankungen
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Angeborene und erworbene Immundefekte
und HIV-Infektion (nur bei Lebendimpfungen! Bei Totimpfungen
Kontrolle des Impferfolges)
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Allergien gegen Impfstoffbestandteile
(Hühnereiweissallergie (Gelbfieber/Grippe!);
Antibiotika (Cave Lebendimpfstoffe bei Allergie gegen
Neomycin/Streptomycin);
·
Ernste Nebenwirkung nach Impfung mit
dem gleichen Impfstoff bei vorangegangener Impfung; zunächst Ursachenklärung!
·
Banale Infekte mit Temperaturen unter
38.5 Gr. Celsius
·
Ein möglicher Kontakt des Impflings
zu Personen mit ansteckenden Krankheiten
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Krampfanfälle in der Familie
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Fieberkrämpfe in der Anamnese des
Impflings (ggf. Antipyretika-Gabe)
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Ekzem und andere Dermatosen,
lokalisierte Hautinfektionen
·
Behandlung mit Antibiotika oder mit
niedrigen Kortikosteroiddosen oder lokal angewendeten
steroidhaltigen Präparaten
·
angeborene oder erworbene
Immundefekte bei Impfung mit Totimpfstoffen
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Neugeborenenikterus
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Frühgeburtlichkeit
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Chronische Erkrankungen sowie
Erkrankungen des ZNS
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Schwangerschaft der Mutter des Impflinges
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Impfausweis mit der Chargennummer
sorgfältig verwahren – bei Impfschaden nur Entschädigung bei Nachweis der
Chargennummer!
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Bei ernsthafter Impfreaktionen bitte
die Praxis benachrichtigen – bei schwerer Reaktion sofortige Arztkonsultation (ggf.
Notfallamb./Notdienst). Der Verdacht einer über das übliche Ausmass einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen
Schädigung ist meldepflichtig.
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Bei leichter Impfreaktion
(Schwellung/Rötung der Impfstelle) Kühlung und ggf. Paracetamol/ASS -Tbl.
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Sportliche Höchstleistungen sollten
in den Tagen nach der Impfung gemieden werden.
Impfreaktionen und Komplikationen
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Tab. 1: Impfreaktionen und Komplikationen
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Reaktionen nach Impfung |
Häufigkeit |
Beispiele |
Therapie |
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Impfreaktionen: (Harmlose Beschwerden im Rahmen der Immunantwort) |
Prozentbereich |
Lokalreaktion nach Tetanusimpfung
(Schwellung/Hautrötung/Überwärmung) |
Lokalbehandlung, Kühlung |
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Impfkrankheit (leichte Form der Infektions-KH
durch die abgeschw. Erreger) |
Prozentbereich |
Impfmasern |
Keine, ggf. Antipyretika
bei Fieber |
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Impfkomplikationen (vorübergehende therapiebedürftige
Erkrankung) |
Promillebereich |
abszed. Lymphadenitis nach BCG – Impfung;
allergische Impfreaktion zT bis zum allerg. Schock |
spezielle TH. |
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Impfschaden (bleibende Schädigung/Impffolge) |
Bereich von < 1:1 Millionen |
Lähmungserscheinungen (Paresen)
bei Impfpolio |
zT nicht möglich |
Copyright: Dr. C. Keller 06/05 – Ohne Gewähr!
N1: Beruflich erforderliche Impfungen sind keine
Kassenleistung und können nur gegen Privatrechnung durchgeführt werden; die
Kosten trägt der Arbeitsgeber, bitte schriftliches Einverständnis einholen!
N2: Beachte: bei vollständig
durchgeführter Grundimpfung ist laut Aussagen der STIKO auch nach Überschreiten
der Wiederauffrischungsfrist (von z.B. 10 Jahren bei Tetanus) die Durchführung
nur einer Auffrischungsimpfung ausreichend – es ist KEINE erneute Grundimpfung
nötig. Im Verletzungsfalle aber ggf. Immunglobulingabe
erforderlich zur Herstellung eines Sofortschutzes.
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Tab. 3: Vergleich der Krankheitsfolgen mit
Impfreaktion bzw. Impfkomplikationen
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Impfung od. Erkrankung (Beispiele) |
Mögliche Symptome |
bei/nach Erkrankung |
bei/nach Impfung |
Manifestationsindex der Erkankung (N3) |
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Alle injizierb. Impfstoffe |
Schmerzen an der Injektionsstelle |
Entfällt |
1/10 |
entfällt |
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Masern |
Fieber/Exanthem |
98/100 |
1/10 |
98% |
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Masern |
Encephalitis |
1/500 bis 1/2000 |
< 1:1 Millionen |
98% |
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Mumps |
Parotitis |
99/100 |
1/300 |
ca 60% |
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Mumps |
Meningitis |
1/10 |
1/100.000 bis 1/1Mill. |
ca 60% |
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Pertussis |
Bleibender Hirnschaden |
1/100 |
nicht sicher bewiesen,
Größenordnung: 1/1 Mill. bis 1/20Mill. |
ca 50% |
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Tollwut |
Tod |
100/100 |
0 |
ca 20% |
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Stand 4.1.12